Freitag, 16. Mai 2008
33. und letzter Tag - 12.01.07 - Ein "grottiges" Ende
Um kurz nach 6 stand Schwager Jorge (nebst Oli, Gabi und Andres) vor der Tür. Diesmal nicht mit dem Burrito, sondern mal wieder mit dem Suburban.
Für heute hatte Jorge sich nämlich überlegt, daß wir die "Grutas Cacahuamilpa" besuchen sollten. Diese befinden sich so ca. 50 km oder 45 Minuten Fahrt nördlich von Taxco entfernt, von DF aus gesehen also ein gutes Stück hinter Cuernavaca, Richtung Acapulco.
Zunächst aber fuhren wir durch die langsam erwachende Stadt und hatten - nachdem wir mal wieder durch etlich kleine Straßen gefahren und ein paar mal abgebogen waren - bald die autopista Richtung Cuernavaca unter den Rädern (Ich muß zugeben, ich hätte mich wohl schon in den Nebenstraßen hoffnungslos verfahren...).
In Cuernavaca machten wir einen kurzen Tankstop, bei dem wir auf dem Parkplatz eine zutiefst verzweifelte, 7-köpfige Familie beobachten konnten, die ratlos vor ihrem schwer bepackten vocho stand bzw. im Kofferraum herumkrabbelte. Motor im Eimer? Batterie abgeraucht? Rahmenkopf gebrochen? Nichts von alledem...bald war uns klar, welcher schwere Defekt diese armen Leute auf dem Parkplatz festhielt:
Das Autoradio funktionierte nicht - da kann man natürlich unmöglich weiterfahren. :-)
Aber schon bald war der Defekt behoben, und es jaulte grauenhafte Banda-Mucke in Konzert-Lautstärke aus dem Auto, alle sortierten sich wieder ein und fuhren von dannen - wir auch.
Im Vorbeifahren erspähte ich bei einem Autohändler in Cuernavaca nahe der Autopista zwei VW-Porsche 914 und etwas, das ein MG B oder Triumph hätte sein können - schade, hätte ich mir gerne mal angesehen, die Kisten.
Hinter Cuernavaca machten wir halt bei dem Lokal "4 Ventas" (oder so ähnlich), das (wie schon bei unserem letzten Halt dort vor über einem Jahr) wieder sehr gut besucht war, und genau wie beim letzten Besuch waren die Gäste eine bunte Mischung - von der jungen Familie, die in irgendeiner Klapperkiste vorgefahren kam, bis zu schmuckbehangenen Mega-Fresas, die mit hochmütiger Miene irgendwelchen protzigen, nagelneuen US-Geländewagen entstiegen und ins Lokal stolzierten. Naja, das Essen war für alle das gleiche, und es war gut. :-)
Nach dem Essen kletterten wir wieder ins Auto und fuhren nach einem freundlichen Winken zum Parkplatzwächter (der übrigens dieses Mal eine Schrotflinte spazieren trug) weiter.
Nach kurzer Zeit bogen wir dann von der autopista ab und fuhren noch ein Stückchen in die Pampa. Witzigerweise führt hier eine ganze Zeit lang die "Bezahlstrecke" genau neben der "Kostenlos-Strecke" entlang, beide nur durch einen Zaun getrennt.
Nach ca. 20 Minuten erreichten wir dann eine Art Tor, an dem wir ein paar Pesos fürs Parken abdrücken mußten, und fuhren ca. 100m weiter auf den fast leeren Parkplatz, wo wir uns zum Glück einen schattigen Stellplatz aussuchen konnten, es war halt noch nicht viel los. Wir mußten dann noch eine halbe Stunde warten, bis es losgehen konnte, was von Jorge und den Kindern für ein paar Runden Fußball genutzt wurde.





Endlich konnte es dann losgehen, man muß dazu ein paar Meter einen Weg entlanglaufen und kommt schließlich zu einer Treppe und einem kleinen Plateau. Und wenn man hier mal über den Rand guckt, bekommt man schon eine Ahnung, wie riesig diese Grotten sein müssen - um es vorwegzunehmen: Sie sind gigantisch, sowohl räumlich wie auch vom Erlebnis her! Sieht man schon ganz gut bei den ersten Bildern vom Eingangsbereich.




Sie erwähnte auch, daß von der Höhle nur ein kleiner Teil öffentlich zugänglich ist, es geht wohl noch etliche Kilometer weiter in den Berg. Schade, daß man nicht weiter laufen konnte. Die Besichtigung lohnt sich aber auf jeden Fall!



Die "Pipi-Casa" ist übrigens mit Eidechsen verziert. :-) 

Nach Ende der Führung bekam die Führerin von jedem Teilnehmer noch ein paar Pesos Trinkgeld in die Hand gedrückt, und die Besuchergruppe machte sich - jeder für sich - auf den (teilweise recht dunklen) Rückweg zum Ausgang der Höhle. Gabi und ich galoppierten immer wieder voraus und versteckten uns irgendwo am Weg, um dann mit Gebrüll auf den Weg zu springen und die anderen zu erschrecken. Ein guter Spaß! :-)




Draussen angekommen (dort gab es übrigens eine Art Seilbahn vom anderen Ende der Schlucht zum Höhleneingang)

begaben wir uns wieder zum Parkplatz und hüpften ins Auto.
Dementsprechend gab es auch einige recht noble Hütten dort zu sehen, sonst aber nicht viel. Ist halt blöd, wenn man vom Ufer nur eine kleine betonierte Rampe besichtigen kann, auf der die Boote zu Wasser gelassen werden...


- u.a. Anenecuilco de Los Zapata, das, wie der Name schon andeutet, der Geburtsort von Emiliano Zapata ist,

weiter über typisch mexicanische Straßen und deren Impressionen...



...zu einem "deutschen" Lokal, wie Jorge behauptete.Na, da war ich ja mal gespannt...und tatsächlich:

Also rein in die Bude und erst mal geguckt, was es so gibt...ooohhh...aaaahhh...Weizenbier! :-)

Vor der Tür stand ein schicker "Kübel" aka VW 181 mit Hardtop, letzteres gibt es hier in D auch nicht zu sehen. :-) 
Der Laden wäre wirklich DIE passende Lokation für ein MX-Blogger und -Auswanderer Treffen! Aber lasst die Frauen fahren, damit ihr ordentlich Hefeweizen bechern könnt! :-) ;-)
Nach dem Essen noch ein bißchen mit dem Besitzer gequatscht, und dann machten wir uns auf Richtung DF.

Gelernt habe ich:
- Notizen machen! Egal ob auf Papier, Palm oder Pocket PC. Zusammen mit den Fotos kann man auch nach Monaten so ganz einfach wieder rekonstruieren, was man an einem bestimmten Tag gemacht hat
- So viele Fotos machen, wie möglich. Auch wenn davon hinterher 10-20% unbrauchbar sind, nichts ist besser als Fotos, um anderen einen Eindruck zu vermitteln
- zumindest die Entwürfe zeitnah machen. Ausschmücken und fabulieren kann man später immer noch, wenn aber das Grundgerüst schon steht, ist es erheblich weniger Arbeit
Die nächsten Einträge werden sich dann auch erst mal mit anderen Themen befassen, die mit MX nur wenig bis gar nix zu tun haben...aber der nächste (wenn auch wahrscheinlich wenig aufregende bzw. interessante und kurze) MX-Urlaub ist schon fast sicher. Vielleicht kommt auch noch etwas Brasilien dazu, und ein paar Impressionen aus El Paso sowieso. :-)
Sonntag, 13. April 2008
30. - 32. Tag - 08.-11.01.07 - Strandleben
Nix besichtigen, nix unternehmen, nix Kultur, nur einfach faul am Strand rumliegen, lesen und cerveza in sich rein schütten. Ist nicht besonders anspruchsvoll, aber muß auch mal sein... :-)
Im "Gringo-Einkaufszentrum" gab es einen kleinen Stand, der Uhren und Schmuck verkaufte, und dort sah ich eine ziemlich freche "Orient" Kopie.
Die angebotene Uhr mit dem Aufdruck "Orientex" war einfach nur grottenschlecht , leicht wie Papier, höchstwahrscheinlich made in China und sollte 500 Peselotten kosten - sie wäre nicht mal 50 wert. Finger weg von solchem Schrott! Für das Geld bekommt man mit etwas Glück schon eine echte Orient "Three Stars" Automatik-Uhr.
Leider (oder zum Glück?) hatte ich die Kamera nicht dabei und konnte kein Foto von dem "guten Stück" machen...ich habe mich trotzdem sehr geärgert, denn solche billigen Plagiate schädigen den guten Ruf des Herstellers.
Ich schweife jetzt mal etwas ab:
Orient aus Japan ist eine "Unterabteilung" von Seiko und stellt sehr wertige Uhren her, sowohl mit Automatik -, wie auch mit Quartz-Werken. Wer eine hochwertige, aber bezahlbare Automatik-Uhr sucht, der ist bei Orient gut aufgehoben, aber auch die Quartzuhren sind recht nett. Die beste Ehefrau von allen, also meine, besitzt eine solche Orient Quartz, die dank Solarzelle fast ewig läuft und auch noch bis 200m wasserdicht ist. :-) Hier ist das gute Stück zu sehen:

Allerdings sind Uhren dieser Serie in Europa nur sehr selten zu bekommen. Die gezeigte Uhr habe ich in England gekauft.
Ausserdem sind die Uhren z.B. in den USA - verglichen mit den Preisen hierzulande - geradezu unverschämt billig. Eine der beliebtesten Uhren ist die "Deep" (die ich auch habe), und die es in 3 verschiedenen Ausführungen gibt. Eine Taucheruhr, die aber durchaus auch als Dresswatch durchgeht. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. So sieht die Uhr übrigens aus:

Wirklich jeder, der sich die "Deep" gekauft hat, war restlos begeistert.
Okay, zurück zum eigentlichen Thema, und damit zurück nach Nuevo Vallarta... :-)
Den Rest des Tages verbrachten wir ganz faul am Strand.
Und über die übrigen Tage gibt es auch nicht viel zu berichten.
Wir haben hauptsächlich am Strand und am Pool rumgegammelt, waren aber u.a. auch bei Andrea im Restaurant Black Forest.
Davon habe ich über die "MX-Community" erfahren, und wir hatten vorher schon beschlossen, dort bei Gelegenheit mal vorbei zu gucken.
Toller Laden, ist in "La Cruz de Huanacaxtle", und auch wenn der Name des Ortes kaum auszusprechen ist, lohnt sich die Fahrt dort hin. :-)
Ist von PV oder NV problemlos mit einer kurzen Taxifahrt (~10-15 min) zu erreichen.
Andrea war wirklich sehr nett und hat sich gefreut, daß wir vorbei kamen. Die Cocktails dort sind sehr zu empfehlen!. :-)
Sieht man z.B. daran, daß Lita ziemlich lustig war. :-)

Auch wenn ich normalerweise nur ungern Empfehlungen für "deutsche" Lokale im Ausland abgebe, hier seid ihr richtig! :-)
Irgendwann am späteren Abend sind wir dann wieder zurück gefahren. Wieder per Taxi.
Ich konnte noch nicht schlafen, was mir die Gelegenheit gab, mal ein paar Nachtfotos von der Anlage zu schiessen.
Und so sieht das ganze tagsüber aus:
Ist doch nett, oder?! :-)
Hier ein paar Fotos, die ich bei einem Streifzug am Strand entlang gemacht habe.
Und ich möchte euch nicht das Foto von den "Nachbarn" vorenthalten, die wirklich eine Popcorn-Tüte im handlichen Kopfkissen-Format vertilgt haben...dazu passt auch der fette Mann neben der Popcorn-Tüte... ;-)
Damit ist der Urlaubsbericht auch schon fast zu Ende...naja, einen Tag habe ich noch, und der war auch sehr interessant. Siehe nächster Eintrag.
Donnerstag, 20. März 2008
29. Tag - 07.01.07 - Ankunft in PV / NV
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, daß das ziemlich nervig sein kann...
So ca. um 7.30 Uhr ging die Sonne auf, und der Rest der Passagiere wurde so langsam wach. Pünktlich um 9.20 Uhr erreichte der Bus das Terminal in Puerto Vallarta.
Wir nahmen dann - für 135 Peselotten - ein Taxi nach Nuevo Vallarta, wo wir von Litas Mutter und ihrem Stiefvater schon erwartet wurden. An der Rezeption wurde uns erst mal ein Armband zwecks Zugang und Identifizierung verpasst, und dann ging es über die Straße in das (von mir so getaufte) Gringo-Einkaufszentrum.
Den Rest des Tages verbrachten wir ziemlich faul am Strand.
Fotos gibt es diesmal nicht.
Samstag, 8. März 2008
28. Tag - 06.01.07 - Ein billiger Spiegel, (mal wieder) leckeres Essen und Busfahrt nach PV
Jorge riet uns aber damals in Tlacotalpan vom Kauf ab, weil er meinte, die könnte man gar nicht weit vom DF erheblich billiger kaufen, weil sie dort hergestellt würden. Er hatte mal wieder recht. Sowohl was die Herstellung vor Ort anging, als auch in Hinsicht auf die Preise...
Also fuhren wir heute mit Litas Schwester nach Ozumba, um dort mal etwas zu gucken.
Dabei überquerten wir eine Bahnlinie, auf der augenscheinlich schon länger kein Zug mehr gefahren war
und fanden dann in Ozumba auch gleich einen Laden (von vielen) direkt an der Straße, wo man solche Spiegel mit Metallrahmen ziemlich günstig kaufen konnte. 400 Peselotten für einen großen Spiegel - da kann man nicht meckern! Ich weiß gar nicht mehr, ob Lita da nicht noch ein bißchen gefeilscht hat...ach ja, die kleinen Spiegel (so ca. Din A4 Format) gab es da natürlich auch - die sollten irgendwie um die 200 kosten, glaube ich.
Ist doch immer gut, wenn man in MX jemanden kennt, der sich auskennt... :-)
Es gab dort so viele Variationen, daß es uns schwer fiel, uns für ein Teil zu entscheiden. Ich wollte ja unbedingt einen, bei dem Kacheln mit kleinen Eidechsen eingesetzt waren, aber Lita setzt sich letztendlich mit ihrer Auswahl durch. Das gute Stück hängt jetzt bei uns im Wohnzimmer. :-)
Format ist übrigens ca. 74 (Höhe) x 64 (Breite) cm.

Aber ehrlichgesagt hätte ich am liebsten mindesten fünf verschiedene Spiegel mitgenommen. Die Dinger sind alle Unikate, handgeklopft, und sehen einfach gut aus. Wenn nur die Sache mit dem Fluggepäck nicht wäre, könnte man davon jedes Mal nen paar mitnehmen...
Also, merken: Tolle, günstige Spiegel in der Nähe von DF gibt es in Ozumba, gar nicht weit von den "Weihnachtsbaum-Farmen" entfernt.
Naja, wir nahmen dann nur einen einzigen Spiegel mit und kamen dann in einen Brand, bei dem man kaum die Straße erkennen konnte. Feuerwehr war nicht zu sehen, ebensowenig irgendwelche Leute. Ob das also ein "gelegter" Brand war oder ein "zufälliger", kann ich nicht sagen. Man konnte also einfach weiterfahren, daß war aber nicht ersichtlich, wenn man in den Rauch hineinfuhr - da konnte man kaum die Hand vor Augen sehen... Nachdem wir die Brandzone durchfahren hatten, kamen wir an einem Schild vorbei, welches "Brot a la Europa" anpries. Also flugs links ran und das Angebot erst mal in Augenschein genommen.
Tatsächlich, da gab es mal was anderes. Die Verkäuferin war wohl eine gringa, die ihren fetten Pickup gleich neben ihrem Stand geparkt hatte. Naja, z.B. Brot mit Oliven drin ist nicht gerade gängig hier im Kuhdorf, aber immerhin...um Klassen besser als die essbaren Badeschwämme von "Bimbo". ;-)
Oli und Lita kauften dann so einiges ein (war übrigens alles sehr lecker!), während ich auf Andres aufpassen musste, der das ganze ziemlich langweilig fand und in der Gegend herumflitzte. Ich musste ihn dann immer mal wieder vor der Straße "abbremsen".
Und es ging weiter zurück nach DF.
Wir futterten wir dann auf dem Rückweg mal wieder im "La Joya", den Laden habe ich vorher schon mal erwähnt. Das Essen war wie immer hervorragend. Echt eine Empfehlung wert.
Danach ging es zurück zur "Homebase".
Gleich um die Ecke vom Haus in Xochitepec ist eine kleine Tischlerei, bei der wir dann vorbeischauten und uns von dem Tischler für umgerechnet 10 Euretten eine Kiste zimmern liessen, in der der Spiegel nach D transportiert werden sollte. Der Spiegel ist übrigens unbeschaded hier in D angekommen, die Zollmenschen in Hannover guckten zwar etwas sparsam, haben die Kiste mit dem Spiegel aber nicht kontrolliert.
Dann waren wir noch eine Weile im Haus in Xochitepec, bis wir uns unsere Taschen schnappten und mit Don Alfonso zum Busterminal fuhren, um ein paar Tage in Puerto Vallarta / Nuevo Vallarta zu verbringen. Der Bus war pünktlich, und um 21.20 ging es los.
Die Busfahrt war nicht weiter erwähnenswert, an Bord wurde irgend ein langweiliger WWII Film gezeigt, und irgendwo hinter Queretaro bin ich dann eingepennt. Lita schlief eh schon die ganze Zeit. ;-)
Freitag, 7. März 2008
27. Tag - 05.01.07 - Nix Nibelungengarten
Lita wollte sich mit Marco, einem ehemaligen Studienkollegen, zum Frühstück irgendwo in DF treffen, aber dazu hatte ich - auch mal wieder - gar keine Lust.
Mittags tauchte dann Schwager Jorge auf, um mit uns zum "Nibelungengarten" zu fahren. Er war ziemlich neugierig auf den Laden, den ja einige DF-Blogger auch kennen. Also alle Mann rein ins Auto und los.
Unterwegs sahen wir mal wieder einige Kisten, die jedem deutsche TÜV-Prüfer Alpträume bereiten würden. :-)
Dort angekommen gab es zwar erstaunlicherweise sogar einen Parkplatz direkt vor der Tür, aber dann auch lange Gesichter. Der Nibelungengarten" war geschlossen und würde erst in der nächsten Woche wieder öffnen, teilte man uns mit. So ein Schiet. :-|
Also erkundeten wir die im Untergeschoss liegende Bäckerei "Meisterback". Dort gab es aber auch nix besonderes zu sehen, und das Personal war so unfreundlich (extrem muffeliger Ton, angeblich überhaupt kein Wechselgeld im Laden, als ich Kuchen kaufen wollte), daß ich mich entschloss, dort nicht mal eine olle Brotkruste zu kaufen. :-(
Wer kein Geld verdienen will, der lässt es halt...
Da wir aber nun mal was futtern wollten, schlug Jorge vor, doch mal die "Cantina Valenciana" in der Av. Universidad, gar nicht so weit entfernt, zu besuchen. Gesagt, getan.
Gleich um die Ecke steht übrigens dieses sehenswerte Gebäude:
Die "Cantina Valenciana" ist ein wirklich netter, gut besuchter Laden - und der Schuppen ist nicht gerade klein. Nicht schickimicki, wie ich finde, sondern ziemlich bodenständig und traditionell.
Ich bekam übrigens beim Rausgehen einen Aschenbecher in die Hand gedrückt
aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, WER den
Das Essen war nicht teuer, aber sehr gut. Könnte man glatt öfter hingehen. Nur blöd, daß der Atlantik (und etwas Festland beiderseits) zwischen dem Kuhdorf und dem Laden ist. ;-)
Ich ging dann zwischendurch mal raus, um in einer tienda eine Schachtel Zigaretten zu kaufen, und konnte dabei die Flugzeuge beobachten, die über dem Stadteil Richtung Flughafen düsten.
Anschliessend fuhren wir noch ins Einkaufszentrum "Gransur". Mein "immer-dabei-Rucksack" hatte nämlich mittlerweile akuten Reißverschluss-Zahnausfall und war auch sonst ziemlich am Ende. Da man das ganze Geraffel, das man so mit sich rumschleppt, nur schlecht auf Hosen- und Jackentaschen verteilen kann und so ein kleiner "Rucki" nun mal ganz praktisch ist, wollte ich dort einen neuen kaufen. Am besten in der Farbe schwarz und günstig.
Sowas gab es aber im ganzen Einkaufszentrum nicht.
Schwarz schon, aber dann mit riesigen Logos von "Nike" oder "Adidas" drauf, und günstig waren die Teile auch nicht unbedingt.
Da ich wenig Wert darauf lege, für einen dieser Hersteller kostenlos Werbung zu laufen und dafür noch heftig Geld abzudrücken (die Rucksäcke werden eh, Marke hin oder her, irgendwo in Fernost billigst zusammengeschustert, das dürfte klar sein), fiel die Wahl letzten Endes auf einen Rucksack in dezentem "Stadtwerke-Orange", den ich in irgendeinem Supermarkt für 180 Peselotten (so ungefähr) erstehen konnte. Das Ding begleitet mich noch heute jeden Tag ins Büro und ist noch nicht auseinander gefallen. ;-)
Wir kämpften uns dann durch den wie üblich grausamen Verkehr heimwärts, im hinteren Teil des Wagens ging die übliche Kasperei ab, an der - wie immer - meine Frau, mein Patenkind und meine Nichte beteiligt waren... :-)
Und damit war der Tag auch fast schon gelaufen.
















