Freitag, 16. Mai 2008
33. und letzter Tag - 12.01.07 - Ein "grottiges" Ende
Um kurz nach 6 stand Schwager Jorge (nebst Oli, Gabi und Andres) vor der Tür. Diesmal nicht mit dem Burrito, sondern mal wieder mit dem Suburban.
Für heute hatte Jorge sich nämlich überlegt, daß wir die "Grutas Cacahuamilpa" besuchen sollten. Diese befinden sich so ca. 50 km oder 45 Minuten Fahrt nördlich von Taxco entfernt, von DF aus gesehen also ein gutes Stück hinter Cuernavaca, Richtung Acapulco.
Zunächst aber fuhren wir durch die langsam erwachende Stadt und hatten - nachdem wir mal wieder durch etlich kleine Straßen gefahren und ein paar mal abgebogen waren - bald die autopista Richtung Cuernavaca unter den Rädern (Ich muß zugeben, ich hätte mich wohl schon in den Nebenstraßen hoffnungslos verfahren...).
In Cuernavaca machten wir einen kurzen Tankstop, bei dem wir auf dem Parkplatz eine zutiefst verzweifelte, 7-köpfige Familie beobachten konnten, die ratlos vor ihrem schwer bepackten vocho stand bzw. im Kofferraum herumkrabbelte. Motor im Eimer? Batterie abgeraucht? Rahmenkopf gebrochen? Nichts von alledem...bald war uns klar, welcher schwere Defekt diese armen Leute auf dem Parkplatz festhielt:
Das Autoradio funktionierte nicht - da kann man natürlich unmöglich weiterfahren. :-)
Aber schon bald war der Defekt behoben, und es jaulte grauenhafte Banda-Mucke in Konzert-Lautstärke aus dem Auto, alle sortierten sich wieder ein und fuhren von dannen - wir auch.
Im Vorbeifahren erspähte ich bei einem Autohändler in Cuernavaca nahe der Autopista zwei VW-Porsche 914 und etwas, das ein MG B oder Triumph hätte sein können - schade, hätte ich mir gerne mal angesehen, die Kisten.
Hinter Cuernavaca machten wir halt bei dem Lokal "4 Ventas" (oder so ähnlich), das (wie schon bei unserem letzten Halt dort vor über einem Jahr) wieder sehr gut besucht war, und genau wie beim letzten Besuch waren die Gäste eine bunte Mischung - von der jungen Familie, die in irgendeiner Klapperkiste vorgefahren kam, bis zu schmuckbehangenen Mega-Fresas, die mit hochmütiger Miene irgendwelchen protzigen, nagelneuen US-Geländewagen entstiegen und ins Lokal stolzierten. Naja, das Essen war für alle das gleiche, und es war gut. :-)
Nach dem Essen kletterten wir wieder ins Auto und fuhren nach einem freundlichen Winken zum Parkplatzwächter (der übrigens dieses Mal eine Schrotflinte spazieren trug) weiter.
Nach kurzer Zeit bogen wir dann von der autopista ab und fuhren noch ein Stückchen in die Pampa. Witzigerweise führt hier eine ganze Zeit lang die "Bezahlstrecke" genau neben der "Kostenlos-Strecke" entlang, beide nur durch einen Zaun getrennt.
Nach ca. 20 Minuten erreichten wir dann eine Art Tor, an dem wir ein paar Pesos fürs Parken abdrücken mußten, und fuhren ca. 100m weiter auf den fast leeren Parkplatz, wo wir uns zum Glück einen schattigen Stellplatz aussuchen konnten, es war halt noch nicht viel los. Wir mußten dann noch eine halbe Stunde warten, bis es losgehen konnte, was von Jorge und den Kindern für ein paar Runden Fußball genutzt wurde.





Endlich konnte es dann losgehen, man muß dazu ein paar Meter einen Weg entlanglaufen und kommt schließlich zu einer Treppe und einem kleinen Plateau. Und wenn man hier mal über den Rand guckt, bekommt man schon eine Ahnung, wie riesig diese Grotten sein müssen - um es vorwegzunehmen: Sie sind gigantisch, sowohl räumlich wie auch vom Erlebnis her! Sieht man schon ganz gut bei den ersten Bildern vom Eingangsbereich.




Sie erwähnte auch, daß von der Höhle nur ein kleiner Teil öffentlich zugänglich ist, es geht wohl noch etliche Kilometer weiter in den Berg. Schade, daß man nicht weiter laufen konnte. Die Besichtigung lohnt sich aber auf jeden Fall!



Die "Pipi-Casa" ist übrigens mit Eidechsen verziert. :-) 

Nach Ende der Führung bekam die Führerin von jedem Teilnehmer noch ein paar Pesos Trinkgeld in die Hand gedrückt, und die Besuchergruppe machte sich - jeder für sich - auf den (teilweise recht dunklen) Rückweg zum Ausgang der Höhle. Gabi und ich galoppierten immer wieder voraus und versteckten uns irgendwo am Weg, um dann mit Gebrüll auf den Weg zu springen und die anderen zu erschrecken. Ein guter Spaß! :-)




Draussen angekommen (dort gab es übrigens eine Art Seilbahn vom anderen Ende der Schlucht zum Höhleneingang)

begaben wir uns wieder zum Parkplatz und hüpften ins Auto.
Dementsprechend gab es auch einige recht noble Hütten dort zu sehen, sonst aber nicht viel. Ist halt blöd, wenn man vom Ufer nur eine kleine betonierte Rampe besichtigen kann, auf der die Boote zu Wasser gelassen werden...


- u.a. Anenecuilco de Los Zapata, das, wie der Name schon andeutet, der Geburtsort von Emiliano Zapata ist,

weiter über typisch mexicanische Straßen und deren Impressionen...



...zu einem "deutschen" Lokal, wie Jorge behauptete.Na, da war ich ja mal gespannt...und tatsächlich:

Also rein in die Bude und erst mal geguckt, was es so gibt...ooohhh...aaaahhh...Weizenbier! :-)

Vor der Tür stand ein schicker "Kübel" aka VW 181 mit Hardtop, letzteres gibt es hier in D auch nicht zu sehen. :-) 
Der Laden wäre wirklich DIE passende Lokation für ein MX-Blogger und -Auswanderer Treffen! Aber lasst die Frauen fahren, damit ihr ordentlich Hefeweizen bechern könnt! :-) ;-)
Nach dem Essen noch ein bißchen mit dem Besitzer gequatscht, und dann machten wir uns auf Richtung DF.

Gelernt habe ich:
- Notizen machen! Egal ob auf Papier, Palm oder Pocket PC. Zusammen mit den Fotos kann man auch nach Monaten so ganz einfach wieder rekonstruieren, was man an einem bestimmten Tag gemacht hat
- So viele Fotos machen, wie möglich. Auch wenn davon hinterher 10-20% unbrauchbar sind, nichts ist besser als Fotos, um anderen einen Eindruck zu vermitteln
- zumindest die Entwürfe zeitnah machen. Ausschmücken und fabulieren kann man später immer noch, wenn aber das Grundgerüst schon steht, ist es erheblich weniger Arbeit
Die nächsten Einträge werden sich dann auch erst mal mit anderen Themen befassen, die mit MX nur wenig bis gar nix zu tun haben...aber der nächste (wenn auch wahrscheinlich wenig aufregende bzw. interessante und kurze) MX-Urlaub ist schon fast sicher. Vielleicht kommt auch noch etwas Brasilien dazu, und ein paar Impressionen aus El Paso sowieso. :-)
Sonntag, 13. April 2008
30. - 32. Tag - 08.-11.01.07 - Strandleben
Nix besichtigen, nix unternehmen, nix Kultur, nur einfach faul am Strand rumliegen, lesen und cerveza in sich rein schütten. Ist nicht besonders anspruchsvoll, aber muß auch mal sein... :-)
Im "Gringo-Einkaufszentrum" gab es einen kleinen Stand, der Uhren und Schmuck verkaufte, und dort sah ich eine ziemlich freche "Orient" Kopie.
Die angebotene Uhr mit dem Aufdruck "Orientex" war einfach nur grottenschlecht , leicht wie Papier, höchstwahrscheinlich made in China und sollte 500 Peselotten kosten - sie wäre nicht mal 50 wert. Finger weg von solchem Schrott! Für das Geld bekommt man mit etwas Glück schon eine echte Orient "Three Stars" Automatik-Uhr.
Leider (oder zum Glück?) hatte ich die Kamera nicht dabei und konnte kein Foto von dem "guten Stück" machen...ich habe mich trotzdem sehr geärgert, denn solche billigen Plagiate schädigen den guten Ruf des Herstellers.
Ich schweife jetzt mal etwas ab:
Orient aus Japan ist eine "Unterabteilung" von Seiko und stellt sehr wertige Uhren her, sowohl mit Automatik -, wie auch mit Quartz-Werken. Wer eine hochwertige, aber bezahlbare Automatik-Uhr sucht, der ist bei Orient gut aufgehoben, aber auch die Quartzuhren sind recht nett. Die beste Ehefrau von allen, also meine, besitzt eine solche Orient Quartz, die dank Solarzelle fast ewig läuft und auch noch bis 200m wasserdicht ist. :-) Hier ist das gute Stück zu sehen:

Allerdings sind Uhren dieser Serie in Europa nur sehr selten zu bekommen. Die gezeigte Uhr habe ich in England gekauft.
Ausserdem sind die Uhren z.B. in den USA - verglichen mit den Preisen hierzulande - geradezu unverschämt billig. Eine der beliebtesten Uhren ist die "Deep" (die ich auch habe), und die es in 3 verschiedenen Ausführungen gibt. Eine Taucheruhr, die aber durchaus auch als Dresswatch durchgeht. Die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben. So sieht die Uhr übrigens aus:

Wirklich jeder, der sich die "Deep" gekauft hat, war restlos begeistert.
Okay, zurück zum eigentlichen Thema, und damit zurück nach Nuevo Vallarta... :-)
Den Rest des Tages verbrachten wir ganz faul am Strand.
Und über die übrigen Tage gibt es auch nicht viel zu berichten.
Wir haben hauptsächlich am Strand und am Pool rumgegammelt, waren aber u.a. auch bei Andrea im Restaurant Black Forest.
Davon habe ich über die "MX-Community" erfahren, und wir hatten vorher schon beschlossen, dort bei Gelegenheit mal vorbei zu gucken.
Toller Laden, ist in "La Cruz de Huanacaxtle", und auch wenn der Name des Ortes kaum auszusprechen ist, lohnt sich die Fahrt dort hin. :-)
Ist von PV oder NV problemlos mit einer kurzen Taxifahrt (~10-15 min) zu erreichen.
Andrea war wirklich sehr nett und hat sich gefreut, daß wir vorbei kamen. Die Cocktails dort sind sehr zu empfehlen!. :-)
Sieht man z.B. daran, daß Lita ziemlich lustig war. :-)

Auch wenn ich normalerweise nur ungern Empfehlungen für "deutsche" Lokale im Ausland abgebe, hier seid ihr richtig! :-)
Irgendwann am späteren Abend sind wir dann wieder zurück gefahren. Wieder per Taxi.
Ich konnte noch nicht schlafen, was mir die Gelegenheit gab, mal ein paar Nachtfotos von der Anlage zu schiessen.
Und so sieht das ganze tagsüber aus:
Ist doch nett, oder?! :-)
Hier ein paar Fotos, die ich bei einem Streifzug am Strand entlang gemacht habe.
Und ich möchte euch nicht das Foto von den "Nachbarn" vorenthalten, die wirklich eine Popcorn-Tüte im handlichen Kopfkissen-Format vertilgt haben...dazu passt auch der fette Mann neben der Popcorn-Tüte... ;-)
Damit ist der Urlaubsbericht auch schon fast zu Ende...naja, einen Tag habe ich noch, und der war auch sehr interessant. Siehe nächster Eintrag.
Donnerstag, 20. März 2008
29. Tag - 07.01.07 - Ankunft in PV / NV
Ich kann mir aber durchaus vorstellen, daß das ziemlich nervig sein kann...
So ca. um 7.30 Uhr ging die Sonne auf, und der Rest der Passagiere wurde so langsam wach. Pünktlich um 9.20 Uhr erreichte der Bus das Terminal in Puerto Vallarta.
Wir nahmen dann - für 135 Peselotten - ein Taxi nach Nuevo Vallarta, wo wir von Litas Mutter und ihrem Stiefvater schon erwartet wurden. An der Rezeption wurde uns erst mal ein Armband zwecks Zugang und Identifizierung verpasst, und dann ging es über die Straße in das (von mir so getaufte) Gringo-Einkaufszentrum.
Den Rest des Tages verbrachten wir ziemlich faul am Strand.
Fotos gibt es diesmal nicht.
Samstag, 8. März 2008
28. Tag - 06.01.07 - Ein billiger Spiegel, (mal wieder) leckeres Essen und Busfahrt nach PV
Jorge riet uns aber damals in Tlacotalpan vom Kauf ab, weil er meinte, die könnte man gar nicht weit vom DF erheblich billiger kaufen, weil sie dort hergestellt würden. Er hatte mal wieder recht. Sowohl was die Herstellung vor Ort anging, als auch in Hinsicht auf die Preise...
Also fuhren wir heute mit Litas Schwester nach Ozumba, um dort mal etwas zu gucken.
Dabei überquerten wir eine Bahnlinie, auf der augenscheinlich schon länger kein Zug mehr gefahren war
und fanden dann in Ozumba auch gleich einen Laden (von vielen) direkt an der Straße, wo man solche Spiegel mit Metallrahmen ziemlich günstig kaufen konnte. 400 Peselotten für einen großen Spiegel - da kann man nicht meckern! Ich weiß gar nicht mehr, ob Lita da nicht noch ein bißchen gefeilscht hat...ach ja, die kleinen Spiegel (so ca. Din A4 Format) gab es da natürlich auch - die sollten irgendwie um die 200 kosten, glaube ich.
Ist doch immer gut, wenn man in MX jemanden kennt, der sich auskennt... :-)
Es gab dort so viele Variationen, daß es uns schwer fiel, uns für ein Teil zu entscheiden. Ich wollte ja unbedingt einen, bei dem Kacheln mit kleinen Eidechsen eingesetzt waren, aber Lita setzt sich letztendlich mit ihrer Auswahl durch. Das gute Stück hängt jetzt bei uns im Wohnzimmer. :-)
Format ist übrigens ca. 74 (Höhe) x 64 (Breite) cm.

Aber ehrlichgesagt hätte ich am liebsten mindesten fünf verschiedene Spiegel mitgenommen. Die Dinger sind alle Unikate, handgeklopft, und sehen einfach gut aus. Wenn nur die Sache mit dem Fluggepäck nicht wäre, könnte man davon jedes Mal nen paar mitnehmen...
Also, merken: Tolle, günstige Spiegel in der Nähe von DF gibt es in Ozumba, gar nicht weit von den "Weihnachtsbaum-Farmen" entfernt.
Naja, wir nahmen dann nur einen einzigen Spiegel mit und kamen dann in einen Brand, bei dem man kaum die Straße erkennen konnte. Feuerwehr war nicht zu sehen, ebensowenig irgendwelche Leute. Ob das also ein "gelegter" Brand war oder ein "zufälliger", kann ich nicht sagen. Man konnte also einfach weiterfahren, daß war aber nicht ersichtlich, wenn man in den Rauch hineinfuhr - da konnte man kaum die Hand vor Augen sehen... Nachdem wir die Brandzone durchfahren hatten, kamen wir an einem Schild vorbei, welches "Brot a la Europa" anpries. Also flugs links ran und das Angebot erst mal in Augenschein genommen.
Tatsächlich, da gab es mal was anderes. Die Verkäuferin war wohl eine gringa, die ihren fetten Pickup gleich neben ihrem Stand geparkt hatte. Naja, z.B. Brot mit Oliven drin ist nicht gerade gängig hier im Kuhdorf, aber immerhin...um Klassen besser als die essbaren Badeschwämme von "Bimbo". ;-)
Oli und Lita kauften dann so einiges ein (war übrigens alles sehr lecker!), während ich auf Andres aufpassen musste, der das ganze ziemlich langweilig fand und in der Gegend herumflitzte. Ich musste ihn dann immer mal wieder vor der Straße "abbremsen".
Und es ging weiter zurück nach DF.
Wir futterten wir dann auf dem Rückweg mal wieder im "La Joya", den Laden habe ich vorher schon mal erwähnt. Das Essen war wie immer hervorragend. Echt eine Empfehlung wert.
Danach ging es zurück zur "Homebase".
Gleich um die Ecke vom Haus in Xochitepec ist eine kleine Tischlerei, bei der wir dann vorbeischauten und uns von dem Tischler für umgerechnet 10 Euretten eine Kiste zimmern liessen, in der der Spiegel nach D transportiert werden sollte. Der Spiegel ist übrigens unbeschaded hier in D angekommen, die Zollmenschen in Hannover guckten zwar etwas sparsam, haben die Kiste mit dem Spiegel aber nicht kontrolliert.
Dann waren wir noch eine Weile im Haus in Xochitepec, bis wir uns unsere Taschen schnappten und mit Don Alfonso zum Busterminal fuhren, um ein paar Tage in Puerto Vallarta / Nuevo Vallarta zu verbringen. Der Bus war pünktlich, und um 21.20 ging es los.
Die Busfahrt war nicht weiter erwähnenswert, an Bord wurde irgend ein langweiliger WWII Film gezeigt, und irgendwo hinter Queretaro bin ich dann eingepennt. Lita schlief eh schon die ganze Zeit. ;-)
Freitag, 7. März 2008
27. Tag - 05.01.07 - Nix Nibelungengarten
Lita wollte sich mit Marco, einem ehemaligen Studienkollegen, zum Frühstück irgendwo in DF treffen, aber dazu hatte ich - auch mal wieder - gar keine Lust.
Mittags tauchte dann Schwager Jorge auf, um mit uns zum "Nibelungengarten" zu fahren. Er war ziemlich neugierig auf den Laden, den ja einige DF-Blogger auch kennen. Also alle Mann rein ins Auto und los.
Unterwegs sahen wir mal wieder einige Kisten, die jedem deutsche TÜV-Prüfer Alpträume bereiten würden. :-)
Dort angekommen gab es zwar erstaunlicherweise sogar einen Parkplatz direkt vor der Tür, aber dann auch lange Gesichter. Der Nibelungengarten" war geschlossen und würde erst in der nächsten Woche wieder öffnen, teilte man uns mit. So ein Schiet. :-|
Also erkundeten wir die im Untergeschoss liegende Bäckerei "Meisterback". Dort gab es aber auch nix besonderes zu sehen, und das Personal war so unfreundlich (extrem muffeliger Ton, angeblich überhaupt kein Wechselgeld im Laden, als ich Kuchen kaufen wollte), daß ich mich entschloss, dort nicht mal eine olle Brotkruste zu kaufen. :-(
Wer kein Geld verdienen will, der lässt es halt...
Da wir aber nun mal was futtern wollten, schlug Jorge vor, doch mal die "Cantina Valenciana" in der Av. Universidad, gar nicht so weit entfernt, zu besuchen. Gesagt, getan.
Gleich um die Ecke steht übrigens dieses sehenswerte Gebäude:
Die "Cantina Valenciana" ist ein wirklich netter, gut besuchter Laden - und der Schuppen ist nicht gerade klein. Nicht schickimicki, wie ich finde, sondern ziemlich bodenständig und traditionell.
Ich bekam übrigens beim Rausgehen einen Aschenbecher in die Hand gedrückt
aber ich kann mich beim besten Willen nicht mehr daran erinnern, WER den
Das Essen war nicht teuer, aber sehr gut. Könnte man glatt öfter hingehen. Nur blöd, daß der Atlantik (und etwas Festland beiderseits) zwischen dem Kuhdorf und dem Laden ist. ;-)
Ich ging dann zwischendurch mal raus, um in einer tienda eine Schachtel Zigaretten zu kaufen, und konnte dabei die Flugzeuge beobachten, die über dem Stadteil Richtung Flughafen düsten.
Anschliessend fuhren wir noch ins Einkaufszentrum "Gransur". Mein "immer-dabei-Rucksack" hatte nämlich mittlerweile akuten Reißverschluss-Zahnausfall und war auch sonst ziemlich am Ende. Da man das ganze Geraffel, das man so mit sich rumschleppt, nur schlecht auf Hosen- und Jackentaschen verteilen kann und so ein kleiner "Rucki" nun mal ganz praktisch ist, wollte ich dort einen neuen kaufen. Am besten in der Farbe schwarz und günstig.
Sowas gab es aber im ganzen Einkaufszentrum nicht.
Schwarz schon, aber dann mit riesigen Logos von "Nike" oder "Adidas" drauf, und günstig waren die Teile auch nicht unbedingt.
Da ich wenig Wert darauf lege, für einen dieser Hersteller kostenlos Werbung zu laufen und dafür noch heftig Geld abzudrücken (die Rucksäcke werden eh, Marke hin oder her, irgendwo in Fernost billigst zusammengeschustert, das dürfte klar sein), fiel die Wahl letzten Endes auf einen Rucksack in dezentem "Stadtwerke-Orange", den ich in irgendeinem Supermarkt für 180 Peselotten (so ungefähr) erstehen konnte. Das Ding begleitet mich noch heute jeden Tag ins Büro und ist noch nicht auseinander gefallen. ;-)
Wir kämpften uns dann durch den wie üblich grausamen Verkehr heimwärts, im hinteren Teil des Wagens ging die übliche Kasperei ab, an der - wie immer - meine Frau, mein Patenkind und meine Nichte beteiligt waren... :-)
Und damit war der Tag auch fast schon gelaufen.
Freitag, 15. Februar 2008
26. Tag - 04.01.07 - Eine kleine Entdeckung
Lita wollte mit ihrer Schwester in die Stadt und irgendwas einkaufen, ich hatte aber keine Lust mit zu kommen und habe erst mal lange gepennt. Diese ewige früh aufstehen kann ja nicht gut sein, zumindest nicht im Urlaub. :-)
Irgendwann trudelten Lita & Oli wieder ein, offenbar hatten sie ihre Einkäufe zur vollsten Zufriedenheit erledigt. Nachdem die beiden noch ewig lange in der Küche saßen und über Gott weiß was erzählt hatten, machte Oli sich dann aus dem Staub.
Zum frühen Abend hin wollte ich dann was futtern, und Ixhel wollte gleich wieder eine Stunde ins Zentrum fahren.
Nee, hatte ich keine Lust zu, ich wollte lieber nen bisken Bewegung und zu Fuß die Gegend erkunden. Das kann man in der Ecke von DF ja auch problemlos machen. Ixhel kannte das ja schon und maulte auch nicht weiter rum (böse Zungen werden jetzt behaupten, daß sie schon längst eingesehen hat, daß sie gegen einen ostwestfälischen Sturkopf eh nicht ankommt) , also gingen wir los.
Ich finde es sehr interessant, eine Stadt zu Fuß zu entdecken, denn man sieht viel mehr, als wenn man sich mit Bus oder Taxi umherfahren lässt. Natürlich sollte man schon auf das hören, was die Einheimischen sagen, sprich, im DF gibt es schon so einige Gegenden, wo man nicht unbedingt zu Fuß unterwegs sein sollte, erst recht nicht als "Pseudo-Gringo" und nicht nach Einbruch der Dunkelheit. Aber das ist kein Problem, das auf MX oder den DF beschränkt ist - wer´s nicht glaubt, kann ja mal nach Berlin-Wedding, -Kreuzberg oder am besten -Neukölln fahren...
Wir gingen also Richtung La Noria, und siehe da, nicht weit weg von der belebten Kreuzung fand sich ein kleines Cafe. Machte von aussen einen guten Eindruck, also gleich mal antesten.
Wie man anhand des Fotos sehen kann, wurde es schon dunkel, als wir dort ankamen.
Also rein und die Karte studiert. Es gab unter anderem auch Salate, und so einen bestellte ich mir dann auch und ne Tass Kaff. War beides nicht teuer und sehr lecker.
Die Geräuschkulisse war teilweise doch etwas heftig, aber hey, wir sind in DF, das ist nun mal so...und es gibt ja durchaus auch relativ ruhige Ecken. La Noria gehört normalerweise allerdings definitiv nicht dazu - außer vielleicht um 3 Uhr morgens. ;-)
Nachdem ich in aller Ruhe meinen (hervorragenden) Salat gefuttert hatte und wir bezahlt hatten, machten wir uns auf den Rückweg.
Auf meinen Vorschlag hin nicht auf dem selben Weg wie zuvor, sondern wieder mal "quer durch" und "der Nase nach". Soo weit und schwierig ist der Rückweg nach Xochitepec ja nun auch nicht.
Wir kamen an etlichen tiendas vorbei, und auch an einer kleinen panaderia. Dort kauften wir mal wieder etwas pan dulce ein. Ich konnte allerdings, weil ich kurz vorher den hervorragenden und recht üppigen Salat verdrückt hatte, beim besten Willen keinen Fitzel davon probieren...
Ixhel musste zugeben, dass sie die Gegend überhaupt nicht kannte, obwohl es nur einen Katzensprung von ihrem ehemaligen Wohnort entfernt liegt. Nun ja, in MX ist "zu Fuss gehen" ja auch absolut nicht angesagt - mal unabhängig davon gesehen, ob es ratsam ist, per pedes unterwegs zu sein oder nicht.
Also wie gesagt Orientierung "Pi mal Daumen", und wir kamen auch durchaus in die passende Richtung. :-)
Nach ungefähr einer halben Stunde waren wir dann wieder zuhause, und damit war der Tag auch schon wieder erledigt.
Fazit: Nix dolles erlebt, aber wieder eine kleine Entdeckung gemacht und ein bißchen was von DF gesehen, daß nicht in jedem Reiseführer zu finden ist. So was ist doch die "Würze" eines jeden Urlaubs - ansonsten könnte man ja auch gleich "All Inclusive" in Cancun buchen...
Ich hoffe, wenn wir das nächste Mal da sind, gibt es den Laden noch. Dann werde ich mir wieder einen wohlschmeckenden Salat reinschrauben...und natürlich zu Fuß hingehen. :-)
Sonntag, 10. Februar 2008
25. Tag - 03.01.07 - Grutas de Tolantongo
Das bedeutete: Schon wieder früh aufstehen. :-(
Naja, was solls, man will ja was sehen vom Land.
Von DF aus fährt man ca. 2 1/2 bis 3 Stunden (oder auch mehr, je nach Verkehr). Diesmal waren wir wieder mit dem Suburban unterwegs, der Burrito hatte einen Arbeitseinsatz.
An einer Tankstelle konnte ich dann sogar einen offensichtlich mit "Recycling-Material" bepackten Pickup sehen - erstaunlich, Plastikflaschen schienen mir in MX immer, als wenn sie als einfacher Müll behandelt werden. Die Zahl der Firmen, die sich anderswo (z.B. hier in D) mit recycelten PET-Flaschen eine goldene Nase verdienen, ist groß...und wenn sich jetzt jemand wundert über diese Beobachtung und warum ich das erwähne: Mein Job ist es, Sortier- und Recyclinganlagen zu planen - und in MX gibt es da eigentlich noch fast gar nix.

Zuerst geht es dann Richtung Pachuca, und dann biegt man quasi kurz vor Pachuca links ab Richtung Norden, bis man nach Ixmiquilpan kommt.
In einem Kaff irgendwo zwischen der Abfahrt bei Pachuca und Ixmiquilpan, ich glaube es war Actopan, haben wir an der Straße gefrühstückt - sorry, aber dieses "Barbacoa" habe ich dort zum dritten und letzten Mal probiert! Bääh! :-|
Das Zeug schmeckt mir einfach nicht, und das alles kleingehäckselt wird inklusive Sehnen, Glibber und Gnurpel, macht die Sache noch schlimmer. Ich hab nur einen Bissen genommen und den dann dezent in eine Serviette gespuckt - grauenhaft, das Zeug! Die mexicanische Verwandtschaft allerdings mampfte sich freudig durch den kleinen Haufen gehäckseltes Fleisch, bis alles weg war. Nochmal: Bäääh! :-| . Da ist die Fressbude direkt an der Straße:

Weiter ging es, und nach einigen Kilometern fuhren wir auf eine imposante Nebelwand zu



in der die Sicht gegen Null tendierte. Seltsam, war, daß der Nebel so begrenzt war. Aber wohl nix besonderes...
Wieder aus dem Nebel raus blieb das Wetter merkwürdig bedeckt und wolkig.

Dann bogen wir auf eine Nebenstraße ab, die zu den Grotten führte, und diese Nebenstraße war zuerst passenderweise "grottenschlecht" und zog sich dann nochmal ziemlich lang durch eine wie gewohnt hauptsächlich aus Bergen, Steinen und Kakteen bestehende Landschaft


mit ein paar vereinzelten Häusern.

Nicht unbedingt eine Gegend, in der ich wohnen möchte...
Auffallend war, daß auf dem ersten Stück wirklich viele halbfertige Häuser links und rechts standen und auch einige ziemlich armselige Hütten mit Kühen davor, die - Entschuldigung - in ihrer eigenen Scheiße standen. Lita meinte dazu, daß Hidalgo nicht unbedingt ein reicher Bundesstaat ist und das den Hausbauern wahrscheinlich schlicht das Geld ausgegangen ist.
Rechts und links von der Straße gab es aber schöne Motive zu sehen - man muss nur richtig hingucken:

Das letzte Stück des Weges ging dann in endlosen Serpentinen runter in die Schlucht. Wohl dem, der gute Bremsen und Nerven hat. ;-)
Bei Regen und/oder nachts möchte ich den Weg aber nicht unbedingt fahren, wenn man da ins Rutschen kommt, ist man mangels Leitplanken oder ähnlichem schneller im Tal, als einem lieb ist. Die abbröckelnden Straßenränder machten die Sache auch nicht besser. ;-)

Nachdem wir an einer caseta den Eintritt abgedrückt hatten, ging es noch ein Stück weiter, bis wie endlich den Parkplatz erreichten. Dort parkten wir neben einem Großraum-Van "Hecho en Mexico", den ich irgendwie ziemlich cool fand. Für zwei Personen könnte man da ein tolles Reisemobil daraus basteln...

Gleich neben dem Parkplatz befinden sich einige Gebäude mit tienda, Restaurant, Umkleideräumen und sogar einem kleinen Hotel (Doppelzimmer 500$ pro Nacht, länger als ein Wochenende hält man es dort aber sicher nicht aus...).
Also zu Fuß das letzte Stück zu den Grotten in Angriff genommen.

Grotte Nr. 1 ist eigentlich nur ein mannshoher Schacht, etwa 10m lang, und je weiter man reingeht, desto wärmer wird es. Das warme Wasser strömt durch Risse im Gestein von der Decke und den Seiten in die Grotte. Badelatschen solle man besser nicht tragen, der Boden ist rutschig und uneben, nen Paar Stofturnschuhe sind besser.
Ganz am Ende der Höhle sind im Boden Mulden, in denen man wie in einer Badewanne liegen kann. Falls man etwas sehen möchte, eine wasserdichte Taschenlampe mitbringen (und für Fotos eine von diesen billigen, wasserdichten Einwegkameras).
Das gemeine an Grotte Nr. 1 ist, daß sich direkt davor ein kleiner Wasserfall mit kaltem Wasser befindet, durch den man erst mal durch muss. Sehr nett. :-)
Grotte Nr. 2 ist erheblich größer und liegt etwas unterhalb von Nr. 1. Hier haben Dutzende von Leuten problemlos Platz, und es gibt einen kleinen, seitlichen Schacht mit einer starken Strömung (in dem es stockfinster ist) und auch etliche wame Wasserduschen .
Da musste ich mir dann auch gleich mal die Schuhe zubinden

und war froh, mit Sportschuhen da rein gegangen zu sein, weiter unten im Fluss trudelten etliche Badelatschen herum, die den Besitzern flitzen gegangen waren. :-)
Noch ein Stück weiter unten bildet das Wasser dann einen kleinen, flachen Fluss, in dem man sehr schön faul rumdümpeln kann. Also genau richtig für mich. ;-)
Am Ufer des Flusses kann man zelten (kostenlos, wenn ich das richtig verstanden habe), und einige Großfamilien hatten es sich dort mit Grill und Bier gemütlich gemacht.
Oberhalb des Camping Areals gab es auch noch ein Schwimmbecken, das hauptsächlich von Kindern benutzt wurde. Warum allerdings, wo der Fluß mal gerade 20cm Wassertiefe hatte, erschloß sich mir nicht so ganz. Vielleicht, weil der Fluß zur Regenzeit erheblich mehr Wasser führt?
Ein Stück den Fluß runter wurde eifrig gebaut, ein Radlader fuhr dort die ganze Zeit hin und her und holte Kies aus einem trockenen Flußbett, das seitlich in den Bergen lag.
Alles in allem ein sehr schöner Flecken Erde, aber wie gesagt für mehr als ein Wochenende wohl ein bisken ruhig. Obwohl - warum nicht? Man muss ja nicht immer "tolle Sachen erleben". Ich könnte mir schon vorstellen, in Tolantongo rumzuhängen - man hat Wasser, Sonne und cerveza und keinen Stress...auch schön. :-)
Nachdem wir eine ganze Weile im Fluß rumgeplanscht hatten, wurde im Restaurant noch ein Essen eingeworfen. Sehr lecker und günstig, ich hatte etwas, an dessen Namen ich mich nicht mehr erinnere, aber es war irgendwie so was wie Schaschlik ohne Spieß. Extrem geiles Zeugs...
Weniger schön war der an der Decke hängende Fernseher, auf dem die ganze Zeit lautstark der Sender "Bandamax" lief - grauenhaft! Wenn man sich das penetrante Gejaule länger als ne Stunde anhört, stirbt man bestimmt an inneren Blutungen... ;-)
Ich habe noch ein schönes Panorama der Gegend fotografiert:
Anschließend ging es wieder Richtung DF,

wo wir dann abends ziemlich müde ankamen. Alles in allem fand ich den Besuch der "Grutas de Tolantongo" wirklich schön, die Schlucht mit den Quellen hat was, ausländische Touristen habe ich fast gar keine gesichtet (jaja, hört sich doof an, wenn man doch selber einer ist), futtern kann man da auch gut und günstig. Wenn irgendwie möglich, sollte man sich das auf jeden Fall mal ansehen.
Freitag, 1. Februar 2008
24. Tag - 02.01.07 - Nix besonderes
Lita war mit ihrer Schwester Olivia in der Stadt zum einkaufen,. und ich habe mal wieder etwas mit dem Garten gekämpft, damit es nicht ganz so nach "Kraut und Rüben" aussieht.
Später fuhren Lita und ich dann mit Don Alfonso zu Litas Freundin Claudia (von uns immer als "Fresa-Claudia" betitelt, aber sie ist wirklich nett). Die wohnt mit ihrem Mann in einem kleinen Haus in einer Wohnanlage irgendwo Richtung Santa Fe. Das Haus war wirklich sehr schön, interessante Aufteilung und ein kleiner Garten hintendran. Dürfte heftig viel Geld gekostet haben.
Ganz in der Nähe ist so etwas wie eine Polizeischule, von der ab und an Marschmusik herüberschallte. :-)
Absolut fasziniert war ich von einer Weihnachtsdekoration in Form einer winzigen Achterbahn, die batteriebetrieben auf die Spitze der Bahn hochgezogen wurde und dann in etlichen Pirouetten wieder nach unten rauschte - tolles Spielzeug, fast so gut wie eine Carrerabahn! :-)
Wir fuhren dann nach Santa Fe in einen (teuren) Sushi-Laden, und ich saß zum ersten Mal in meinem Leben in einem Smart ForFour. Wat ne grausame Kiste, gut, daß der nicht mehr gebaut wird. ;-) Der Sushi-Laden war ganz okay, viel los war da aber nicht. Sieht wahrscheinlich wochentags über Mittag anders aus...
Irgendwann ging es dann zurück zu Claudias Haus, wo uns Don Alfonso wieder einsammelte und dann nach Xochitepec zurückbrachte. Wieder nen Tag rum...
23. Tag - 01.01.07 - Der lange Marsch
Ich werde mich bemühen, den Rest so schnell wie möglich online zu stellen, um dann auf mehr oder minder aktuelle Themen zu kommen. Es hat sich in der Zwischenzeit nämlich vieles verändert...
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Heute haben wir erstmal schön lange geschlafen und dann nen Kaffee und ein kleines Frühstück eingeworfen. Wie eigentlich immer am 1. Januar hatten wir weder Lust noch Einfälle, heute etwas besonderes zu unternehmen. Ausserdem hatte ich am Vorabend wohl doch etwas zu viel Tequila getrunken. %-)
Schließlich rafften wir uns aber doch auf, und ich schlug vor, zu McDoof zu gehen und evtl. danach noch bei Starbucks einen Tasskaff zu trinken. Nicht ganz uneigennützig, denn mir kamen Tortilla & Co mittlerweile schon aus den Ohren raus...
Ixhel stimmte zu und wollte gleich Don Alfonso anrufen, aber ich machte sie darauf aufmerksam, daß ich von "gehen" gesprochen hatte, nicht "fahren".
Zunächst den Hügel hoch und dann quer durch Tepepan, auf der anderen Seite den Hügel wieder runter und noch um ein paar Ecken herum.
Wir sahen auch mal wieder ein paar von den Schuh-Paaren, die auf irgendwelche Elektroleitungen geworfen wurde. :-)

Soooo weit war das gar nicht, und man konnte z.B. einige wirklich schöne Häuser entdecken, an denen man sonst achtlos vorbei gefahren ist. Um dort zu wohnen, muß man aber wohl schon recht üppig verdienen...

Alles in allem war es eine gute halbe Stunde Fußmarsch. Das gilt in MX schon fast als Tageswanderung unter erschwerten Bedingungen. :-)

Nachdem wir in aller Ruhe unseren Kaffee weggeschlabbert hatten, machten wir uns auf den Weg zurück nach Xochitepec und kauften in einer tienda noch etwas pan dulce.
Irgendwo in einer Seitenstraße stand noch ein etwas mtgenommener, aber immer noch schöner Ford Mustang (und ein paar arg vom Rost zerfressene Renault R5 aus der ersten Serie)...



Sonntag, 16. Dezember 2007
22. Tag - 31.12.06 - Sylvester
Irgendwie ist es ja doch nur ein anderer Tag, es ändert sich ja durch den Jahreswechsel nichts.
Ich hielt mich an den reichlich vorhandenen Tequila, mangels irgendwelcher Etiketten kann ich noch nicht mal sagen, welcher, aber er wurde von irgendwem mitgebracht (ich glaube, von einem der Brüder von Schwager Jorge...), dürfte also als "No-Name" durchgehen. Heftiges Zeugs. ;-)
Irgenwann verzog sich dann auch die Männerrrunde ins Haus, um den Frauen Gesellschaft zu leisten.
Wir futterten also im Haus noch etwas, betrachteten das Feuerwerk, wünschten uns gegenseitig ein frohes neues Jahr, und um Viertel vor 1 waren wir auch schon zurück im Haus und gingen schlafen.
Langweilig, oder?! Aber ich finde Sylvester schon lange langweilig... :-)
P.S.: Die beiden Kuchen, die wir gekauft hatten
wurden komplett vernichtet. ;-)
Freitag, 5. Oktober 2007
21. Tag - 30.12.06 - Rückfahrt und Kuchenkauf
Die Rückfahrt nach DF verlief ohne besondere Vorkommnisse. Warum allerdings eine Brücke bei Queretaro "puente tren rapido" heisst, wird wohl ewig ein Rätsel bleiben. War das vielleicht mal ein ehrgeiziges Projekt, von dem nix als der Name übrig geblieben ist?
Später konnten wir dann live beobachten, daß Autos ohne Kofferraumdeckel auch prima fahren. ;-)

Ist wahrscheinlich nur zur Regenzeit ein bißchen blöd, wenn man mal was transportieren muß...
Nachdem wir dann auch irgendwann angekommen waren (bis DF ging es gut, dann wurde es wieder voll und man kam kaum noch vorwärts), haben wir erst mal ein bißchen gepennt und sind dann abends mit Elvis (der heißt wirklich so!), einem Sohn von Don Alfonso, zum Kuchen kaufen gefahren. Für Sylvester.
Die nächstgelegene "Globo" Filiale befindet sich gar nicht weit weg in Tepepan. Dort findet man eine kleine Kommerz-Insel, wo sich unmittelbar nebeneinander die unvermeidliche PEMEX Tankstelle, McDonalds, Blockbuster, Burger King, nen kleiner Supermarkt, eine Sushibude, eine Bankfiliale, Starbucks und eben die Globo-Filiale befinden.
Also rein in den Bäckerladen, ein bißchen geguckt und zwei -gar nicht mal so günstige- Torten gekauft. Und noch ne Tüte voll pan dulce für Elvis und Familie.
Angesichts der (vorsichtig gesagt) - recht ambitionierten Torten-Preise (die "Teilchen" sind eigentlich nicht übermässig teuer) in dieser "Globo" Bäckerbude fragte ich Lita, warum die Leute sich ihre Torten nicht selber backen?!
Die ebenso simple wie einleuchtende Antwort der besten aller Ehefrauen: "Weil die meisten Frauen in MX keine Torten backen können oder keine Lust dazu haben!". Aha. Gut, wenn das so ist...naja, der große Koch bin ich ja auch nicht, aber nen Kuchen, Flan oder Pudding (natürlich den zum Kochen!) oder Milchreis kriege ich immer gut hin. ;-)
Und weil wir schon mal da waren und Lita unbedingt wollte, tranken wir noch einen Kaffee bei Starbucks. Dort war richtig was los, vor allen Dingen war die "Fresa- und Pseudofresa-Konzentration" extrem hoch. ;-)
Auch irgendwie putzig: Da wird in MX schon seit Ewigkeiten Kaffee angebaut, aber die Leute schrauben sich jahrzehntelang ekligen löslichen Kaffee rein. Und dann kommt so eine Gringo-Kette und verkauft "richtigen" Kaffee, und die Leute rennen hin, als wäre es die größte Sache seit Erfindung der Tütensuppe...
Kommt es mir eigentlich nur so vor, oder fahren die Leute in MX total auf alle möglichen Freßbuden-Ketten ab?! Vips, Toks, California, Starbucks, The Italian Coffee Shop (oder so ähnlich), KFC, die üblichen Burger-Brater und Pizzabuden...alle für meinen Geschmack zwischen ätzend und nix besonderes, aber in MX eigentlich immer gut besucht. Mmhhh.
Vielleicht auch mit ein Grund, warum die Leute immer dicker werden in MX, siehe Beitrag bei Roland. Besonders günstig sind diese Filialgeschäfte ja auch nicht gerade.
Und auf dem Cubilete kann man super lecker mexicanisch essen, so viel man will für 25 Pesos. Verkehrte Welt. Und daß mir jetzt keiner mit dem "An-der-Straße-oder-in-kleinen-Läden-holt-man-sich-sonstwas" Totschlagargument kommt...;-)
Naja, wir sind dann mit unseren Torten wieder in den vocho geklettert und mit Elvis über den Hügel zurück zum Haus geknattert.
Unterwegs noch ein kurzer Zwischenstop, um an der Straße zwei große Pullen cidra zu kaufen. Für 60 Pesos pro Flasche. Soviel zum Thema "Ixhel kauft zwei gleiche Flaschen an der Autobahn bei Puebla für knallhart verhandelte 80,- pro Pulle". ;-)
Aber zu dem Thema kommen noch bessere Sachen,ich sag nur: "Spiegel kaufen". :-)
Freitag, 10. August 2007
Routenplaner für Mexico (online)
der eine oder andere hat vielleicht schon meinen Beitrag im Mexico-Forum gelesen, aber ich schreibe es hier auch noch mal:
Unter http://www.de.map24.com/
findet man einen online Routenplaner für Mexiko, der auch die üblichen Spielereien (3-D Flug entlang der Route usw.) bietet.
Der Routenplaner versteckt sich hinter dem Symbol "Nordamerika" oben rechts auf













