Donnerstag, 23. November 2006

 

Mein neues Leben, Kabel1, 23.11.06

...und das war mal wieder so eine Sendung, wo man sich dachte "Ist das jetzt eine Comedy-Show, oder ist das real?"

Ein Paar wandert nach Australien aus. Schon die Vorbereitung gerät zur Lachnummer, zum Verkauf der Möbel etc. kommt nicht ein einziger Interessent, dabei hatten die beiden sich für den Verkauf 2000 Euronen erhofft.
Also alles an die Straße für den Sperrmüll. ;-)

Dann beide am Flughafen, mit "Indiana Jones" Hüten, sehr professionell, also ab nach OZ.
Dort angekommen erst mal per Mietwagen nach Alice Springs, und dort kein Hotelzimmer gefunden. Nach einigem hin und her und viel Geldverschwendung aufgrund akuter Dummheit wurde eine Wohnung gesucht - "aber wir hatten uns schon so was mit Pool vorgestellt" - haben sie zwar nicht gefunden, aber eine riesige Wohnung, die ihren Ansprüchen genügt, aber leider alleine schon an Miete soviel kostet, wie die Frau im Monat verdient...

Entschieden wurde alles von der Frau, die ganz offensichtlich "die Hosen anhatte" in dieser Beziehung.

Dann noch endloses Gehampel, bis endlich ein Auto gekauft war (offensichtlich erwarteten die beiden, daß man in OZ für 100 Öre nen Rolls-Royce geschenkt bekommt), unglaublich, mit was für schwachsinnigen Erwartungen die beiden da rangegangen sind.

Der Mann bewirbt sich dann als "Tour-Guide" für Trips ins Outback und ist vollkommen erstaunt, daß er erst mal für 2 Wochen "zur Probe" und ohne Bezahlung arbeiten soll. Er hat offensichtlich erwartet, daß er als ehemaliger Versicherungs-Kaufmann (!) dort mit Kußhand genommen wird...

Nun ja, er nimmt anschließend noch einen Job als Tellerwäscher an, weil ja der Lohn seiner Frau komplett für die Wohnung draufgeht...

Zwischendurch dann noch dummes Geschwätz von den beiden Golf V, die von den beiden in Deutschland zurückgelassen werden mussten - die waren aber nur geleast. Darum war auch die Reisekasse so extrem schmal. In Deutschland also einen auf dicke Hose gemacht mit zwei neuen Autos, aber leider alles geleast und jeden Monat ein paar Kröten dafür abgedrückt.
Und der Mann stellt sich dann noch vor die Kamera und schwandroniert darüber, daß sie ja die Autos mitnehmen wollten, aber die müssten dann ja auf Rechtslenker umgebaut werden...nur dummes Gequatsche.

Alles in allem war das wohl die perfekte Sendung, um zu zeigen, wie man es nicht machen sollte.
Keine Ahnung, kein Geld für die erst Zeit, und dazu noch absolut überzogene, weltfremde Ansprüche.

Mich würde mal interessieren, wie lange die beiden da unten in OZ durchhalten...

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Freitag, 17. November 2006

 

TV: 24 Stunden, SAT1, 16.11.06, 23.15 Uhr

Und wieder mal sehe ich durch Zufall einen Bericht über Auswanderer.
Dieses Mal ein junges Paar aus Norddeutschland mit 2 Kleinkindern und Hund, das nach Las Palmas / Gran Canaria auswandert.

Und alles wie gehabt, Vorbereitungen unzureichend bis nicht vorhanden:
Der Mann spricht schlecht Spanisch, die Frau eigentlich gar nicht, die Frau von allem erstmal enttäuscht. Die Guardia Civil ist hundefeindlich. Die Wohnung zu klein und zu teuer. Und Gran Canaria hatte sie sich ganz anders vorgestellt, ist ja alles so zugebaut und es gibt kein Grünzeugs und es ist "schäbig und laut und stinkig". Und sie hat sich schon eine Frist von einem Monat gesetzt, und wenn es ihr dann immer noch nicht gefällt, will sie wieder zurück...
Und der Mann (studierter Tourismusmanager) hat sich auch alles "etwas einfacher und schöner " vorgestellt und jobbt in als Praktikant oder so was einem Hotel.

Und das Fazit wieder mal: Alles nicht so einfach, aber sie bereuen es nicht.

Irgendwie sind die ganzen Auswanderungs-Berichte total Banane. Und irgendwie alle gleich. Langweilig.

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Dienstag, 12. September 2006

 

TV: Umzug in ein neues Leben, RTL, 12.09.06, 1.40Uhr



Tja,

Auswandern ist ja momentan DAS Thema in den aktuellen Doku-Soaps.

In dieser Sendung wurde beschrieben, wie eine Familie (Vater, Mutter, 2 Töchter) nach Almeria in Spanien auswandert.
Und es war mal wieder grausam. Der Vater sprach mal gerade so etwas bessere Touristen-Spanisch, die Mutter und die Töchter eigentlich gar nicht.

Und mit diesen Voraussetzungen wandert man nach Spanien aus? Haben die sich das erst ne Woche vorher überlegt? Oder haben die gedacht, in Spanien gibt es so viele Deutsche, da brauchen wir ja gar kein Spanisch zu lernen?! Der Vater war in D arbeitslos, hätte also genug Zeit gehabt, zumindest halbwegs die Sprache zu lernen...und was er konnte, ging über einfachstes Touri-Niveau nicht hinaus...
Unglaublich...*kopfschüttel*


Naja, Vater und Mutter haben dann auch (schlechtbezahlte) Jobs ergattert, und die ganze Familie war enttäuscht, das ihr Haus 5 km vom Strand entfernt ist. So ein Mist aber auch, denkt der Durchschnittsdeutsche doch, das in Spanien alle Häuser nur nen Steinwurf vom Strand entfernt sind...

Die ganze Familie stolperte also durch Almeria (und verfuhr sich selbst in den kleinsten Kuhdörfern trotz Straßenkarte...) und verstand die ganze Zeit rein gar nix. :-)
Der Vermieter ihres Hauses z.B. hätte denen auch das Haus verkaufen können, ohne das sie es gemerkt hätten, denn was in dem Vertrag stand, konnte ja keiner lesen...

Und am Schluß kam dann sinngemäß: "Und obwohl sich alle darüber im klaren sind, das es nicht einfach sein wird, bereuen sie ihren Entschluß zur Auswanderung nicht."

Wenn Leute so einen harten "Schnitt" im Leben machen, ist das für sich alleine betrachtet eigentlich bewundernswert und mutig. Aber wenn ich über Monate plane, auszuwandern, lerne ich noch nicht mal vorher die einfachsten Begriffe in der Sprache des "neuen" Landes, damit es z.B. wenigstens zum Einkaufen reicht oder für simple Konversation?

Aua.
Wenn das die typischen Auswanderer sind, kann man eigentlich nur froh sein, dass sie weg sind... ;-)


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Mittwoch, 6. September 2006

 

Alltag: Gute TV Serien

Ich gucke eigentlich fast nie RTL, weil mir da zu viel Werbung und zu viel Schund gesendet wird.

Aber der Dienstagabend ist mittlerweile wirklich sehenswert:

Zuerst kommt um 20.15 Uhr "CSI Miami", gut gemacht und sehr spannend.

Dann folgt "Dr. House", momentan meine absolute Lieblingsserie, weil die Hauptperson so schön "kantig" ist, und weil auch die Nebenhandlungen immer interessant sind.

Und dann kommt "Monk", auch immer wieder ein Genuß, weil die Serie so schön abgedreht ist...

Die Pro7 Serien "4400" und "Surface" waren -zumindest für mich- leider ziemliche Enttäuschungen.

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Freitag, 14. Juli 2006

 

TV: "Mein neues Leben", Kabel 1, 13.07.06, 20.15 Uhr



Nachdem Politik und Wirtschaft immerhin auch schon gemerkt haben, das sich immer mehr Leute aus Deutschland verpieseln, haben auch die TV-Sender nachgezogen.

Zum einen Pro7 mit der Serie "Die Auswanderer" (Mittwochs, 23.00 Uhr) und zum anderen Kabel 1 mit "Mein neues Leben" (Donnerstags, 20.15 Uhr).

Die Sendung auf Pro 7 habe ich verpasst, die Serie auf Kabel 1 habe ich mir gestern mal angesehen.


Darin wurde gezeigt, wie eine Familie aus Deutschland nach Spanien zieht, an den Ort kann ich mich nicht mehr erinnern, irgendwo an der Costa Blanca glaube ich. Der Vater Betonbauer und Anfang 40 und konnte aufgrund einer rheumatischen Erkrankung nicht mehr weiterarbeiten. Die Frau wohl Hausfrau, und dazu noch 3 Kinder im Alter von ca. 8-18 Jahren.

Gezeigt wurde dann, wie sich die Familie nach einer Wohnung umsieht, zuerst wurde ein Haus mit heftigen Baumängeln fast direkt an einer Autobahn besichtigt, dann eine Wohnung im 2ten Stock einer Finca mit Pool, die aber wohl zu kleine Zimmer hatte, zuletzt ein Haus mit Kamin im Wohnzimmer in einer Gegend, in der sich schon etliche Deutsche niedergelassen haben. Monatsmiete jeweils ca. 500 Euro.

Mehrmals wurde betont, daß der Vater aufgrund seiner Krankheit nun als Frührentner "nur eine kleine private Pension" bezog, so daß sich alle "einschränken müssen".

Na ja, wenn man sich ne Bude für 500 Kracher leisten kann, kann es wohl so schlimm nicht sein. In D gibt es genug Leute, die gerne so viel für eine adäquate Wohnung bezahlen würden - wenn sie das Geld dazu hätten...

Da wurden dann auch noch Schulen besucht, auf die die Kinder dann später gehen sollten (der älteste Sohn bekam ne Kernschmelze und fing an zu heulen, weil er ein Schuljahr in Spanien wiederholen sollte), dann wurde zum Einkaufen der Markt besucht, und die Mutter musste der jüngsten Tochter erklären, daß das Geld nicht für Tokio-Hotel Armbänder reicht. So ein Pech aber auch. ;-)

Zum Schluß bekam die Mutter in der "deutschen Nachbarschaft" einen Job in einem Lokal angeboten, und der Vater nen Job als als Bootsfahrer und Tauchlehrer. Na was nen Glück.

Alles in allem war die Sendung recht fadenscheinig.

Es gibt tausende von Menschen, die aus beruflichen/wirtschaftlichen Gründen D verlassen, und die sind nicht mit einer "kleinen privaten Pension" ausgestattet.

Die müssen sich nen Job im Ausland suchen, möglichst schnell, sonst gibts nix zu futtern.

Und daß beide Elternteile im Prinzip fast sofort nach der Ankunft in Spanien ohne große eigene Bemühungen gleich nen Job bekommen, erscheint auch irgendwie sehr unglaubwürdig.

Wenn man die Sendung gesehen hat, bekam man den Eindruck "Geh nach Spanien, die Mieten sind billig und nen Job bekommst du hinterhergeworfen".

Das dem nicht so ist, konnte man in der letzten Zeit z.B auf Spiegel online nachlesen.

Wenn man eine schlechte Absicht unterstellen würde, könnte man fast meinen, mit dieser Sendung sollen Deutsche ermutigt werden, ins Ausland zu gehen. Dann liegen sie ja auch dem deutschen Staat ggf. nicht mehr auf der Tasche...

Fazit: Ziemlich Banane die Sendung. Leute wie der Vater in der Sendung gehen für gewöhnlich nicht ins Ausland, weil sie gesundheitliche Probleme haben, sondern weil sie Geld verdienen wollen und müssen. Bei Technikern und Ingenieuren sieht es genau so aus.

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